Kieferorthopädie für Kinder
Bereits im Kindesalter wird die Basis für eine lebenslange Zahngesundheit gelegt. Zwischen dem sechsten Lebensmonat und der Jugendzeit verändert sich das Gebiss stark: Zunächst brechen die Milchzähne durch, später folgen zwei Phasen des Zahnwechsels, in denen sich Milchzähne und bleibende Zähne ablösen. Wann und wie diese Veränderungen stattfinden, ist bei jedem Kind individuell.
Gerade deshalb ist eine frühzeitige, regelmäßige Kontrolle wichtig. So können wir mögliche Fehlstellungen rechtzeitig erkennen und behandeln. Auf dieser Seite erfahren Sie, welche Leistungen wir speziell für Kinder anbieten – damit Ihr Kind unbeschwert lächeln kann.
Unsere Leistungen
In der Erstberatung klären wir gemeinsam Ihren individuellen Behandlungsbedarf. Wir beurteilen dabei die Ausprägung möglicher Zahn- und Kieferfehlstellungen auf Grundlage medizinischer Fachkriterien und nehmen gleichzeitig Ihre persönlichen Wünsche und Wahrnehmungen ernst. Ihre Perspektive ist uns wichtig und fließt von Anfang an in die Planung ein.
Für gesetzlich Versicherte prüfen wir zudem, ob ein Anspruch auf eine kieferorthopädische Behandlung besteht – entsprechend den Kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG).
Viele Zahnstellungen, die Sie als störend empfinden, lassen sich mit modernen kieferorthopädischen Methoden deutlich verbessern. Sie sagen uns, was Sie stört und wir zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten es zur Korrektur gibt.
Je nach individueller Situation benötigen wir für eine fundierte Diagnose und die anschließende Behandlungsplanung bestimmte Unterlagen. Dazu gehören z. B. Röntgenbilder, Zahnmodelle und Fotografien, die wir bei Bedarf im Anschluss an die Beratung anfertigen.
Das Gespräch und die eventuelle Erstellung diagnostischer Unterlagen nehmen etwas Zeit in Anspruch. Unsere Mitarbeitenden an der Rezeption vereinbaren gerne einen passenden Termin für Ihre Erstberatung.
Etwa ein bis zwei Wochen nach Ihrer Erstberatung erhalten Sie in einem zweiten Gespräch einen detaillierten Einblick in Ihre geplante kieferorthopädische Behandlung. Wir besprechen gemeinsam die Ergebnisse Ihrer diagnostischen Unterlagen – darunter Röntgenbilder, Zahnmodelle und Fotografien – und erläutern Ihnen verständlich, welche Behandlungsschritte empfohlen werden.
Dabei stehen Ihre Fragen, Ihre Perspektive und mögliche Behandlungsalternativen im Mittelpunkt. Wir informieren Sie über Erfolgsaussichten, mögliche Risiken und die zu erwartenden Kosten, transparent und nachvollziehbar.
Auch ohne schulpflichtige Kinder beim Termin anwesend zu haben, können wir alle relevanten Punkte ausführlich besprechen. Viele Patient:innen erleben bei dieser Beratung, wie spannend und verständlich moderne Kieferorthopädie sein kann und gewinnen dabei wertvolle Einsichten.
Verständnis schafft Vertrauen: Deshalb legen wir großen Wert auf klare Erklärungen, auch mehrsprachig, wenn nötig. Sprechen Sie uns einfach an, wir nehmen uns Zeit für Sie.
Frühbehandlungen in der Kieferorthopädie können ab dem 4. Lebensjahr sinnvoll sein, aber nur in ausgewählten Fällen. Wichtig ist, unnötig lange Behandlungen zu vermeiden, um die Motivation und Kooperationsbereitschaft der Kinder nicht zu überfordern.
Typische Gründe für eine Frühbehandlung sind z. B. vorzeitiger Milchzahnverlust, Kreuzbisse oder stark vorstehende Schneidezähne (sogenannte „Hasenzähne“). Entscheidend ist jedoch immer die individuelle Ausprägung der Zahn- und Kieferfehlstellung, die Belastung für das Kind sowie die Frage, ob eine spätere Behandlung sinnvoller und erfolgversprechender ist.
Nicht jeder Befund erfordert sofortiges Handeln, oft raten wir bewusst zum Abwarten. Aber wir möchten auch keine notwendige Frühbehandlung versäumen. Deshalb ist eine persönliche Beratung wichtig. Ab dem 4. Lebensjahr empfehlen wir eine erste kieferorthopädische Untersuchung zur Orientierung.
Lose Zahnspangen wirken auf viele Kinder und Jugendliche attraktiv: einfach herausnehmbar, möglichst nur nachts zu tragen – so stellen sich viele die ideale Zahnkorrektur vor. Auch Eltern schätzen sie oft als pflegeleichte Alternative zur festen Zahnspange, nicht zuletzt aus Sorge vor Kariesrisiken.
Doch nicht jeder Wunsch nach einer herausnehmbaren Lösung ist medizinisch sinnvoll. In unserer Praxis setzen wir auf realistische, fachlich fundierte Empfehlungen: Die Diagnose bestimmt die Therapie und die kann in passenden Fällen durchaus eine lose Spange sein.
Gerade bei jungen Patienten im Milchzahnwechsel bewähren sich herkömmliche herausnehmbare Apparaturen. Bei Erwachsenen hingegen sind sie nur in bestimmten Fällen geeignet, etwa bei einfachen Kippbewegungen einzelner Zähne. Für komplexere Korrekturen, wie Drehungen, reichen sie meist nicht aus.
Uns ist wichtig, dass Sie die Möglichkeiten und Grenzen der losen Zahnspange verstehen. Denn entscheidend ist nicht die Spange selbst, sondern das Behandlungsergebnis und das soll in jedem Fall überzeugen.
Gerne beraten wir Sie individuell zu allen Fragen rund um herausnehmbare Zahnspangen.
Festsitzende Zahnspangen – oft aus Metall oder unauffälliger Keramik – sind in vielen Fällen unverzichtbar für eine erfolgreiche Zahnkorrektur. Sie ermöglichen gezielte, körperliche Zahnbewegungen, die mit herausnehmbaren Spangen oft nicht erreichbar sind.
Die Brackets werden fest auf den Zähnen angebracht und mit Drahtbögen verbunden. Sie wirken wie eine präzise geführte Schiene. Der Behandlungserfolg hängt dabei nicht nur von der Technik, sondern auch von Ihrer konsequenten Zahnpflege ab: Speisereste und Beläge setzen sich leichter ab und können ohne gründliche Reinigung zu Verfärbungen, Karies oder unangenehmem Mundgeruch führen.
Egal ob metallfarbene Brackets oder dezente Keramikvarianten – bei guter Pflege und richtiger Anwendung führen alle Systeme zum gleichen Ziel: gesunde, gerade Zähne. Entscheidend sind dabei eine individuell angepasste Auswahl und eine enge Betreuung während der Behandlung.
Wir beraten Sie gerne zu den Möglichkeiten, Vorteilen und Pflegetipps rund um festsitzende Zahnspangen und finden gemeinsam die passende Lösung für Ihren Bedarf.
In der Kieferorthopädie müssen einzelne Zähne oft stabil an ihrem Platz gehalten werden, vergleichbar mit einem Anker, der ein Boot am Platz hält. Diese sogenannte Verankerung ist entscheidend, damit geplante Zahnbewegungen kontrolliert und gezielt durchgeführt werden können.
Je nach Situation kommen verschiedene Techniken zum Einsatz: klassische Außenbögen (Headgear), Zugmasken oder skelettale Mini-Implantate – kleine Schrauben (Mini-Pins), die vorübergehend im Kieferknochen verankert werden. Diese Hilfsmittel mögen ungewohnt klingen, sind aber in bestimmten Fällen unverzichtbar.
Verankerung ist ein biomechanisch zentrales Thema. Sie beeinflusst maßgeblich die Qualität des Behandlungsergebnisses, insbesondere bei komplexen Fällen. Oft entscheidet sie darüber, ob auf Zahnextraktionen oder kieferchirurgische Eingriffe verzichtet werden kann.
Gerade bei diesem anspruchsvollen Thema sind Erfahrung und eine gute Aufklärung entscheidend. Wir nehmen uns Zeit für Ihre Fragen und beraten Sie ausführlich, welche Form der Verankerung in Ihrem Fall sinnvoll und notwendig ist.
Seit Anfang der 2000er-Jahre hat sich die durchsichtige Schienentechnik (Aligner-Therapie) als innovative Methode in der Kieferorthopädie etabliert, besonders bei Erwachsenen. Mit digitalen Planungstools und weiterentwickelter Technik, etwa durch kleine aufgeklebte Kunststoff-Attachments zur besseren Kraftübertragung, lassen sich heute auch komplexere Zahnbewegungen deutlich effektiver umsetzen als noch vor einigen Jahren.
Trotz dieser Fortschritte ist eine individuelle Abwägung entscheidend: Nicht jeder Fall eignet sich für eine Schienentherapie. Bei Kindern mit vielen Milchzähnen oder in mechanisch anspruchsvollen Fällen sind festsitzende Zahnspangen häufig die bessere Wahl. Bei leichten bis moderaten Fehlstellungen im bleibenden Gebiss – insbesondere bei Erwachsenen – kann die Schienentechnik hingegen eine diskrete und wirkungsvolle Alternative sein.
Wichtig zu wissen: Die systematische Schienentherapie gehört nicht zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen und wird privat nach GOZ abgerechnet. Solche Behandlungen müssen komplett komplett selbst bezahlt werden.
Ob durchsichtige Zahnschienen in Ihrem Fall sinnvoll sind, klären wir gerne in einem persönlichen Beratungsgespräch.
Das Ziehen bleibender Zähne ist für viele Patient:innen ein sensibles Thema – verständlich. Deshalb gilt in unserer Praxis ein klares Prinzip: Zahnerhalt steht immer an erster Stelle. Nur wenn es medizinisch wirklich notwendig ist, ziehen wir eine Extraktion in Betracht und auch dann nur nach sorgfältiger Prüfung aller Alternativen.
In vielen Fällen lässt sich durch moderne kieferorthopädische Techniken ausreichend Platz im Zahnbogen schaffen, ohne dass bleibende Zähne entfernt werden müssen. Auch eine vorsorgliche Entfernung der Weisheitszähne ist längst nicht in jedem Fall erforderlich. Ein leicht erhöhter Engstand – insbesondere im Unterkiefer – kann aus unserer Sicht vertretbar sein, wenn er eine Zahnentfernung vermeidbar macht.
Trotz aller Bemühungen und konservativer Platzgewinnungstechniken gibt es Befunde, bei denen eine Zahnentfernung nicht umgangen werden kann. Häufig betrifft dies Situationen mit starkem Zahnengstand und einem deutlichen Missverhältnis zwischen Zahn- und Kiefergröße, zum Beispiel wenn die Zähne sehr groß, aber der Kiefer sehr schmal ist.
Auch in solchen Fällen prüfen wir genau, welche Lösung für Sie die zahnschonendste und funktionell sinnvollste ist. Wir ziehen keine Zähne nach Schema F, jede Entscheidung ist individuell und wird stets im Dialog mit Ihnen getroffen.
Uns ist wichtig, dass Sie verstehen, warum ein bestimmter Behandlungsschritt notwendig ist, insbesondere, wenn es um das Entfernen von Zähnen geht. In einem ausführlichen Beratungsgespräch erläutern wir Ihnen die medizinischen Zusammenhänge und besprechen mit Ihnen alle denkbaren Alternativen. So können Sie Ihre Entscheidung mittragen – informiert, nachvollziehbar und in Ihrem besten Interesse.
Ob beim Boxen, Eishockey, Kampfsport, Fußball oder Mountainbiken: wo körperlicher Einsatz gefragt ist, steigt auch das Risiko für Zahn- und Mundverletzungen. Viele schützen sich mit Helmen, Schienbeinschonern oder Polstern, aber ein Körperteil wird dabei oft vergessen: die Zähne. Dabei können gerade sie bei Stürzen oder Schlägen erheblich geschädigt werden, oft mit langfristigen Folgen.
Bei Kontaktsportarten besteht eine besonders hohe Gefahr für Zahnfrakturen, ausgeschlagene Zähne und Verletzungen an Lippen, Wangen oder Zahnfleisch. Schon ein einziger Aufprall kann dazu führen, dass ein Zahn bricht oder durch ein Trauma im Laufe der Zeit absterbt und sich dunkel verfärbt, was nicht nur medizinisch, sondern auch ästhetisch sehr belastend sein kann.
Ein individueller, zahnärztlich gefertigter Sportmundschutz schützt zuverlässig vor solchen Verletzungen. Er federt Stöße ab, verteilt die Krafteinwirkung gleichmäßig und schützt sowohl die Zähne als auch die empfindlichen Weichgewebe im Mundraum. Insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, die sich noch in kieferorthopädischer Behandlung befinden oder stark hervorstehende Zähne haben, ist ein angepasster Mundschutz essenziell.
Viele im Handel erhältliche „Boil-and-Bite“-Schienen aus dem Drogeriemarkt oder Onlinehandel sitzen oft schlecht, behindern beim Atmen oder Sprechen und bieten nur eingeschränkten Schutz. Ein professionell gefertigter Mundschutz hingegen wird passgenau auf Ihre Zahnstellung, Zahngröße und sportliche Anforderungen abgestimmt, ganz gleich, ob mit oder ohne Zahnspange.
Unser individuell gefertigter Sportmundschutz:
- ist angenehm zu tragen und stört weder beim Atmen noch beim Sprechen,
- bietet einen hohen Schutzfaktor, auch bei starker Krafteinwirkung,
- ist langlebig und einfach zu reinigen,
- eignet sich für alle Altersgruppen, vom Kind bis zum Profi-Sportler,
- ist anpassbar bei Zahnspangen oder vorstehenden Schneidezähnen.
Ein individuell gefertigter Sportmundschutz ist eine klassische Präventionsmaßnahme und gehört aus zahnärztlicher Sicht zur sinnvollen Vorsorge, vergleichbar mit einem Fahrradhelm für Ihre Zähne. Besonders bei Kindern, deren bleibende Zähne noch in der Entwicklung sind, kann ein Trauma langfristige Auswirkungen haben. Doch auch Erwachsene profitieren von passgenauen Schutzlösungen, die auf ihre sportlichen Anforderungen zugeschnitten sind.
Wir beraten Sie gern zu den verschiedenen Varianten und Materialien und finden gemeinsam die optimale Lösung.